Venus – Erotischer Mythos und sinnliche Realität

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Ob im Kunstmuseum, im Messebetrieb oder gar in der Sternwarte: Die Venus gehört wohl zu den prominentesten Figuren der Erotik. Aber woher kommt dieser Mythos und warum verbindet man auch heute noch Sex, Sinnlichkeit, Liebe und Erotik mit dem Morgenstern?

Venus – die Göttin der Schönheit

Die Geschichte der Venus beginnt im antiken Griechenland. Als Aphrodite, die Schaumgeborene, war sie eine der zwölf Hauptgottheiten der Antike. Die Göttin der Schönheit und der erotischen Liebe wurde vor allem von Frauen verehrt. Mit der Zeit breitete sich ihr Kult bis nach Italien aus. In der Mythologie gilt sie sogar als die Mutter des römischen Volkes. Anmut, Eleganz, Weiblichkeit – all diesen Aspekten wird Venus gerecht.

Ihre Tempel galten als die schönsten auf dem Kapitol und zahlreiche Kunstwerke wurden in ihrem Antlitz geschaffen. Daher bezeichnet man zahlreiche Frauenstatuen und -gemälde, die man heute in Museen bewundern kann, als “Venus”. Bekannteste Beispiele sind die Venus von Milo und die Venus von Urbino. Auch der zweite Planet in unserem Sonnensystem ist nach ihr benannt.

Zahlreiche Mythen rund um Venus ranken sich um ihre legendäre Schönheit und ihre zärtlichen Verbindungen zu anderen Göttern. In der erotischen Dichtkunst der Antike kommt man an Venus kaum vorbei. Daher verwundert es nicht, dass “Venus” bis heute ein erotischer Titel ist, der die Fantasie anregt.

Venus

Der Aspekt des Weiblichen

Ganz besonders die Weiblichkeit wird von der Venus perfekt verkörpert. Sie steht im Gegensatz zur harten Männlichkeit, die von Mars besetzt wird, und symbolisiert klassische weibliche Eigenschaften wie Güte, Weichherzigkeit und Vergebung. Die Verehrung der Frauen spielte im Venus-Kult eine große Rolle – und auch heute noch steht das antike Symbol der Göttin für Frauen in aller Welt: ♀.

Mittlerweile wird das universell erkennbare Zeichen von Frauenrechtsbewegungen auf der ganzen Welt benutzt. Weiblichkeit ist heute mehr als Schönheit, Liebe und Lust, sondern kann ganz individuell interpretiert werden – aber die tiefe Verbindung zu Venus und ihren Symbolen bleibt bestehen.

Aber auch in der Erotik steht die Venus für die weibliche Lust. Sexy Lingerie, prickelnde Vibratoren und alles, was Frauen glücklich macht: Venus ist ein Oberbegriff geworden, der heute vor allem für Marketingzwecke genutzt wird. Denn wer “Venus” sagt, spricht damit auch gleichzeitig die reiche, erotische Geschichte an, die wir mit diesem Wort verbinden

Venus heute: Von der Erotikmesse bis zum Vibrator

Die bekannteste “Venus” heutzutage ist zweifelsohne die jährlich stattfindende Erotikmesse in Berlin. Hier werden nicht nur die neuesten Trends in Sachen Liebe, Lust und Leidenschaft vorgestellt, auch sexy Stars und Sternchen treffen sich hier zum Schaulaufen. Bereits seit 1997 macht die Venus Berlin Jahr auf Jahr Furore und gilt heute mit über 400 Ausstellern als größte Erotikmesse der Welt.

Aber nicht nur die Messewelt kennt die Venus. Ganz im Andenken an die bewegten Mythen der Vergangenheit steht der Name Venus häufig für Sextoys, erotische Konzepte und innovative Ideen rund um die Sinnlichkeit der Damenwelt. Vom Venus-Vibrator bis zum Venus-Yoga findet sich alles, was sich mit der weiblichen Erotik in Verbindung bringen lässt.

Die Liebesgöttin ist heute also lebendig wie nie und zeigt ihren Einfluss auf die Welt der Lust. Als Schutzgottheit für alle, die ihr Leben genießen und alle Facetten der Leidenschaft erkunden, ist die Venus sicher ein Symbol geworden. Sie verkörpert Schönheit, Weiblichkeit, Emotionen und Inspiration. Von der unabhängigen Frau bis hin zur starken Geliebten verkörpert sie alles, was die weibliche Erotik ausmacht – und das ist viel mehr als nur ein Markenname!

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About Author

Carolin Kresse

Weibliche Lust ist für sie das wichtigste Thema ihrer Arbeit. Eine erfüllende Partnerschaft macht das Leben einfach schöner - und dazu gehören eine offene, liebevolle Kommunikation, viel Mühe auf beiden Seiten und ein befreiter Umgang mit der eigenen Sexualität.

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