Swinger – Liebe lieber ungewöhnlich!

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Swinger lieben die Abwechslung! Diese Singles und Paare leben ihre sexuellen Fantasien nicht nur hinter verschlossenen Türen aus, sondern treffen sich in Swingerclubs oder auf privaten Partys, um dort Lust und Leidenschaft zu erleben. Wir haben einen Blick auf den Swinger-Lifestyle geworfen und geben Tipps für alle, die sich für das freizügige Liebesspiel interessieren!

Vertrauen, Treue und Partnertausch – das Leben als Swinger

Treu sein und doch beim Sex fremde Haut spüren? Für Swinger ist das kein Widerspruch. Paare haben im gegenseitigen Einverständnis Sex mit anderen Partnern und Singles genießen die freizügige Atmosphäre in einem Swingerclub. Swinger leben ihre sexuellen Fantasien voll aus – Partnertausch, Gruppensex oder anonyme Sexkontakte gehören für sie genau so zu einer erfüllten Sexualität wie das frivole Erlebnis, sich beim Sex vor anderen zu zeigen.

Eine Swingerbeziehung ist also nicht monogam, sondern geprägt von eigenen Regeln rund um Liebe und Sex. Das heißt aber nicht, dass es nicht doch bei den einzelnen Paaren große Unterschiede gibt. Manche Partner haben trotz Swinger-Lifestyle ausschließlich Geschlechtsverkehr miteinander oder sind im Swingerclub nur auf der Suche nach einer Partnerin für einen heißen Dreier.

Auch die sexuellen Vorlieben unterscheiden sich sehr. Manche Swinger lieben BDSM oder andere Fetische, andere wollen einfach nur andere Leute beim Sex beobachten. Erlaubt ist, was allen gefällt!

Die 3 Gebote des Swingens

  1. Alles kann, nichts muss – das ist das Motto der Swingerszene. Es bedeutet, dass es im Club oder auf einer Party zum Sex kommen kann, aber nicht muss. Alles ist erlaubt, solange alle Beteiligten Spaß daran haben und mit den Praktiken einverstanden sind.
  2. Verhütung geht vor! In Swingerclubs gibt es an jeder Ecke kostenlose Kondome. Und die sollten auch unbedingt genutzt werden!
  3. Beim Swingen geht es eben nicht nur um Sex! Nette Gespräche, kleine Flirts, leidenschaftliche Augenblicke – man sollte die erotische Party in vollen Zügen genießen, seine Mitmenschen respektieren und einfach Spaß am Swingen haben!
Swinger

©iStock/KatarzynaBialasiewicz

Swingerclub oder private Sexparty?

Wer das erste Mal swingen will, der steht natürlich vor einigen Fragen. Vor allem, wo man diese Fantasie einmal ausleben soll, ist für viele Swinger-Anfänger ein großes Thema. Swingerclub oder Privattreff? Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Im Swingerclub gibt es alles, was das Swingerherz begehrt: große Spielwiesen, Sextoys ohne Ende und eine erotische Stimmung. Die Ausstattung variiert natürlich von Location zu Location, aber ein BDSM-Raum, eine Bar und mindestens eine riesige Liegefläche für ausgedehnte sexuelle Experimente gehören zur Standardausstattung.

Daneben bieten manche Clubs noch zusätzliche Highlights wie einen beheizten Pool oder sinnliche Themenräume und Mottopartys an. Auch ein Buffet und kostenlose Getränke gehören meist zum Service. Es gibt Personal, an das man sich mit allen Fragen und Wünschen wenden kann und allgemein läuft alles ein bisschen professioneller ab.

Auf einer privaten Sexparty dagegen kommt es sehr auf die Stimmung und die anderen Gäste an, ob der Abend ein Knaller wird. Dafür kennt man in der Regel allerdings auch die anderen Teilnehmer. Es geht familiärer zu, weniger anonym, aber dafür manchmal auch leidenschaftlicher und hemmungsloser als im Swingerclub.

Im Endeffekt ist es also eine Sache der persönlichen Präferenz. Anonymer Sex im Swingerclub oder lustvolles Erlebnis mit Freunden und Bekannten? Beide Varianten sind vollkommen legitim und haben ihre Freunde in der Swingerszene.

Tipps für Swinger-Anfänger

  1. Wer mit seinem Partner die Welt des Swingens erkunden will, der sollte vorher klare Regeln ausmachen. Man muss ja beim ersten Besuch im Swingerclub noch keinen Sex mit anderen Personen haben, sondern kann sich erst einmal an der erotischen Atmosphäre berauschen.
  2. Für Solo-Herren gilt: Wer Sex will, muss freundlich sein! Es gibt auf den meisten Partys einen deutlichen Männerüberschuss. Man sollte daher nicht erwarten, bei jeder Veranstaltung auch Sex haben zu können. Aus einem freundlichen Gespräch und ein paar netten Flirts kann sich allerdings durchaus mehr entwickeln.
  3. Solo-Damen dagegen sind in Swingerclubs heiß begehrt und genießen meistens freien oder vergünstigten Eintritt.
  4. In den meisten Swingerclubs gilt ein Dresscode – meist sexy-schick oder elegant und verrucht. Jeans, Unterhemden und Feinripp haben hier nichts zu suchen! Die Herren tragen Shirts und knackige Unterhosen, die Damen sinnliche Lingerie oder sexy Minikleider.
  5. Natürlich kann man sich auch einfach bei einer Sexorgie dazulegen und mitmachen – aber viele Swinger bevorzugen es, erst einmal ein wenig an der Bar zu plaudern und ins Gespräch zu kommen, bevor es auf die Liegewiese geht.
  6. Auch, wenn der Alkohol auf Partys und in Clubs meistens kostenlos ist – niemand will Sex mit einer betrunkenen Person haben. Hier also lieber etwas zurückhalten.
  7. Duschen nicht vergessen! In den Clubs gibt es immer Duschen für die schnelle Erfrischung nach dem Sex – oder natürlich für feuchte Spiele zu zweit, zu dritt oder gar zu viert…
  8. Alles kann, nichts muss: Wenn das Bauchgefühl bei einer neuen Bekanntschaft Nein sagt, dann sollte man die Lust auch nicht erzwingen.
  9. Die Welt ist klein: Man kann auf einer Swingerparty natürlich immer Bekannten aus dem Alltag begegnen: dem Nachbarn, dem Chef oder der Verkäuferin aus dem Supermarkt. Hier gilt: Ruhe bewahren! Entweder, man lacht gemeinsam über diesen Zufall oder man genießt und schweigt.
  10. Sicherheit geht vor! Auf jeder Sexparty gibt es an jeder Ecke Kondome, ohne die man niemals Sex mit einer fremden Person haben sollte.

 

 

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About Author

Carolin Kresse

Weibliche Lust ist für sie das wichtigste Thema ihrer Arbeit. Eine erfüllende Partnerschaft macht das Leben einfach schöner - und dazu gehören eine offene, liebevolle Kommunikation, viel Mühe auf beiden Seiten und ein befreiter Umgang mit der eigenen Sexualität.

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