Lesbische Liebe strahlt eine ganz besondere Faszination aus. Zahlreiche erotische Fantasien (und Pornos) drehen sich um die sinnlichen Berührungen unter Frauen. Mythos oder Realität? Wir erklären, was beim Sex zwischen zwei Frauen wirklich passiert und geben Tipps für richtig guten Lesbensex.

Die Geschichte der Sappho

Begriffe rund um die Homosexualität haben immer eine gewisse Bedeutung und Geschichte. Das gilt natürlich auch für Lesben. Diese Bezeichnung für Frauen, die Frauen lieben, hat ihren Ursprung in der Antike. Die griechische Lyrikerin Sappho gilt als die Urmutter der lesbischen Liebe. Während es 600 Jahre vor Christus für Männer normal war, mit Lustknaben ihre Sexualität auszuleben, galt Sappho als eine absolute Ausnahme.

Lesbisch - Liebe unter Frauen

Sie unterrichtete junge Frauen in Kunst, Musik, Philosophie und natürlich auch in den Liebeskünsten. Auch ihre eigenen Dichtungen waren voll mit sinnlichen Beschreibungen der Liebe unter Frauen. Ein Großteil dieser erotischen Literatur entstand auf der griechischen Insel Lesbos. Daher stammt bis heute die Bezeichnung für homosexuelle Frauen.

Das passiert bei lesbischen Frauen WIRKLICH im Bett

  • Cunnilingus, also der weibliche Oralsex, liegt natürlich nahe und tatsächlich verwöhnen sich viele lesbische Pärchen gegenseitig mit dem Mund.
  • Streicheln, Kitzeln, Verwöhnen: Die Hände spielen beim lesbischen Sex natürlich auch eine große Rolle.
  • Bei einer sinnlichen Vagina-Massage bringen die Finger Frauen zum absoluten Höhepunkt.
  • Natürlich darf auch das Kuscheln im Bett nicht fehlen! Zarte Küsse und viel Körperkontakt gehören zum Lesbensex einfach dazu.
  • Das “Scissoring”, also das Aneinanderreiben der Vaginas, ist dagegen nur ein Mythos und kommt häufiger in Pornos vor als in echten Schlafzimmern. Diese Position ist nämlich sehr anstrengend und nicht wirklich für den Alltag geeignet.
  • Natürlich haben auch Sextoys einen Platz in der lesbischen Liebe. Dazu weiter unten mehr.
  • BDSM, Rollenspiele, Anal-Sex – auch Frauen haben Fetische, die sie mit ihrer Partnerin ausleben wollen.
  • Wer ist der “Mann” im Bett? Alleine die Frage schon ist für viele Lesben eine Beleidigung. Beim Sex zwischen zwei weiblichen Personen übernimmt vielleicht eine häufiger die dominante Rolle. Aber trotzdem geht es um den sexuellen Austausch zwischen den Partnerinnen.

Frauen lieben anders

Sinnlichkeit unter Frauen ist genau so sehr von Liebe, Lust und Leidenschaft geprägt wie der Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau und die schwule Erotik. Aber gerade in Sachen Hilfsmitteln, Stellungen und Fantasien gibt es bei der Damenwelt unzählige Möglichkeiten, den Sex noch schöner zu machen.

Lesbische Liebe

Von der unendlichen Liebesgeschichte mit Happy End bis hin zum heißen One-Night-Stand nach einer durchtanzten Nacht: Die ganze, breite Palette der verschiedene Konstellationen für richtig guten Sex findet sich natürlich auch bei den Frauen. Aber zahlreiche Lesben bestätigen, dass es auch Unterschiede gibt – so soll der Sex zwischen zwei Frauen emphatischer ablaufen, mit weniger Orgasmusdruck und viel mehr Abwechslung.

Übrigens: Auch lesbische Liebhaberinnen sollten auf den richtigen Schutz beim Geschlechtsverkehr nicht verzichten. Speziell für Frauen gibt es sogenannte “Lecktücher” aus Latex, die man sich über die Vagina legt. Damit beugt man sexuell übertragbaren Krankheiten vor und kann den Sex mit seiner Liebsten ohne Sorge genießen.

Die 3 besten Position/en für lesbischen Sex

  1. Seitlich aneinander gekuschelt, die Gesichter einander zugewandt – das ist die perfekte Position für lange, intensive Zungenspiele, zärtliche Küsse und viel, viel Körperkontakt. Außerdem können die Finger in dieser Stellung bequem nach unten wandern, um die Leidenschaft auf die Spitze zu treiben.
  2. Die klassische Cunnilingus-Position – die Partnerin, die verwöhnt wird, liegt auf dem Rücken, die andere macht es sich zwischen ihren Schenkeln bequem – perfekt für innigen Oralsex bei Ihr. Und wenn die eine zum Höhepunkt gekommen ist, werden die Positionen getauscht…
  3. Die perfekte Position zum Spielen mit Sextoys geht so: Die beiden Ladys sitzen sich auf dem Bett gegenüber. Dann rutschen sie so eng zusammen, dass sie sich innig umarmen können. Eine Partnerin sitzt dabei auf dem Schoß der anderen und hat ihre Beine hinter ihrem Rücken verschränkt.

Sextoys speziell für den Sex zwischen Frauen

Beim Sex zwischen zwei Frauen spielen Sextoys eine wichtige Rolle. Natürlich kommen sie nicht bei jedem kleinen Liebesabenteuer oder bei jedem gemeinsamen Abend im Bett zum Einsatz. Viele Lesben verzichten auch bewusst auf penetrativen Sex mit Dildos oder Strap-Ons. Erlaubt ist, was gefällt! Und nur, weil ein lesbisches Pärchen sich gerne mit einem Doppeldildo gegenseitig verwöhnt, heißt das noch lange nicht, dass die Partnerinnen Lust auf einen Penis haben.

Das beliebteste Sextoy ist ohne Zweifel der Vibrator. Er lässt sich leicht ins Liebesspiel integrieren und verschafft Frauen wahre Höhepunkte. Auch mit den verschiedenen Formen lässt sich hier wunderbar experimentieren. Von dicken, großen und genoppten Modellen bis hin zu zierlichen G-Punkt-Vibratoren steht der Damenwelt alles offen, was Spaß macht.

Aber auch Doppeldildos stehen bei Lesben hoch im Kurs. Diese speziellen Sextoys werden in die Vagina eingeführt und dienen dann als eine Art Strap-On – nur, dass hier eben beide Partnerinnen das Gefühl genießen können. Manche Modelle sind grob wie ein Bumerang geformt, andere haben eine W-Form, die besser in der Vagina hält und zusätzlich beide Kitzler stimuliert. Mit diesen Dildos ist auch Anal-Sex möglich – auch, wenn der bei lesbischen Paaren eher selten vorkommt.

Der kreative Sextoy-Markt bietet für Lesben immer neue Möglichkeiten, ihre Lust auszuleben. Auch eigens entwickelte Frauentoys bringen Feuer in die Beziehung. Da ist einfach Ausprobieren angesagt!

Lesbische Liebe abseits von Klischees

Lesbischer Sex ist selten so, wie er im Porno erscheint. Natürlich gibt es auch Lesben oder Bisexuelle in einer rein weiblichen Beziehung, die Penetration lieben und mit Sextoys experimentieren. Aber es gibt eben auch Paare, die sich gegenseitig mit Mund, Händen und Fingern verwöhnen oder ihre Sexualität ganz anders ausleben. Und all diese Formen, Lesbensex zu erleben, sind vollkommen in Ordnung!

Lesbische Beziehungen und Hetero-Paare unterscheiden sich kaum – und auch beim Sex gibt es viel mehr Parallelen als Unterschiede. Lust ist universell – und lesbische Liebe nur eine Art, sie auszuleben.