Kurzgeschichte: Die erste schmerzvolle Liebeserfahrung

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Eine Kurzgeschichte von Vivian:

Leere. Tränen und ein klarer Sternenhimmel, das war also mein Leben einsam und allein dazu sitzen und weinend in die Sterne zu blicken.

Und das alles nur, weil ich blind vertraut habe. Blindheit oder vielleicht war es auch angst oder Wut, vielleicht auch alle drei Dinge?

Ich versuchte mir mit jedem Atemzug, mit jedem schlurzen, mit jeder verdammte Träne zu erklären was von dem es war. Mein Kopf war leer, es lief nur ein einziger Film in Dauerschleife in meinem Kopf.

Der Film wie er da war, die Leidenschaft, die Freude und letztendlich endete der Film immer wieder mit diesem Streit. Er hat es gewusste, er sagte immer wieder das er es wusste und ich fühlte mich solange so schlecht und wieso? Weil er es wusste und nichts sagte? Bis sich mein Frust, mein leerer innerer Frust in mir aufschrie, er wusste es und hat mich warten lassen bis ich am Ende war, keine einzige kraft mehr hatte, kein scheiß Atemzug in meiner Brust fühlte. Ich hatte schuld, in jeder Weise hatte ich schuld, ich habe alles kaputt gemacht dabei hat er es gewusst und sich keine verdammte Mühe gemacht.

Also sag mir, sag mir was hab ich falsch gemacht? Ich habe alles zerstört, aber er wusste es. Er hat alles gewusst und mich hintergangen und ich, ich war diejenige die alles zerstört und jeden wehgetan hat? Ich war die, die ihre Familie ihre Freunde und ihr Leben hingeschmissen hat und habe schuld? Was sag mir was hab ich getan das alles so Enden musste?

Was ist geschehen das meine Stimme im Kopf plötzlich laut schrie, so lau schrie und ihn anschrie?
Mein Gedanke, mein einziger verdammter Gedanke, der mir nicht aus dem Kopf ging, als ich da saß und nichts mehr war nahm außer die Leere, die Trauer, den verdammten Schmerz war sein Laut wie er verdammt nochmal sagte, dass er es wusste und mit mir, meinen Gedanken und meinem Leben gespielt hatte.

Wieso? Warum? Weshalb hat er verdammt nochmal nichts gesagtund solange gewartet bis der Schmerz in mir so stark und unaufhaltsam war? Der Schmerz der durch meinen ganzen Körper pulsierte, die Trauer die meine Tränen unaufhaltsam
machten, meine Angst die sich bis in mein Herz grub. Diese zweiteilige Stimme die mir immer wieder und das unaufhaltsam und mit einer so verdammt starken Gewalt was Gegenteiliges sagte und nicht stoppte.

Ich wollte die Bilder nicht mehr sehen und wollte die Stimmen nicht mehr hören, ich wollte den Schmerz der meine Augen zukniffen lies nicht, das alles wollte ich nie. Das alles was passierte wollte ich nicht. Ich wollte nicht mehr, nein ich konnte nicht mehr. Denn ohne ihn ohne sein Geruch der jedes Mal ein Kribbeln und eine Freude durch mein Körper strömen ließ. Es gab nichts was ich noch hatte, ich hatte nichts mehr er war alles, er war das letzte, was noch bei mir geblieben war, was mich heilen konnte. Der Typ, für den ich alles getan hatte und er wusste es, er hat es gewusst, weil ich mich verdammt nochmal anders Verhalten habe.

Er hat sich bemüht und gesehen das es sich nicht lohnt, weil das leere und die Stille, in der ich gefangen war, stärker war und alles mit gerissen hat.

Es war nicht meine Schuld, verdammt alles, was je passierte war das hässliche schwarze Dunkle nichts das mich runter Zug und mich gefangen hielt, nur weil ich nicht stark genug war, weil ich keine Kraft, kein Segen, keine Hilfe, nichts hatte was mich je daraus schlagen konnte außer er . Immer wenn ich in seiner Nähe war und sein Atem wahrnahm, sein Lächeln sah, kam mir wie ein Blitzt auch eins übers Gesicht. Plötzlich war alles weg, alles verschwand wenn ich ihn spürte, wenn seine Hände meine Hüfte berührten war mein Herz wie still und mein Körper voll Adrenalin geschert. Es war er, er war es was mich heilte, aber er wusste, dass es vorbeigehen wird und hat mich stehen und sitzen gelassen.

Genau in diesem schrecklichen Albtraum, nur im Gegensatz dazu konnte ich nicht aufwachen, nein ich war gefangen verdammt nochmal gefangen.

Das einzige, was mich je aus meinem Schweigen gebrochen hatte ist einfach gegangen, also sag mir war das wirklich meine Schuld nicht mehr zu können, nicht mehr zu wollen nicht mehr zu versuchen, aus angst vor Gefühlen aus angst vor Verletzung, aus angst weil er es ja verdammt nochmal wusste!

War es mein Fehler aufzugeben, war es mein Fehler zusammenzubrechen? War es mein bescheuerter Fehler mir selber Schmerzen zuzufügen, mich selber reinzuschubsen?
Mich selber ins unendliche unauffhörende Schweigen zu werfen. Nochmal ich sitze hier also schau in die Sterne in die sich alle Momente, all die Blindheit und all der Schmerz abspielte. Ich frage mich tatsächlich selber warum ich nicht mehr konnte und gebe mir mit jedem Gedanke mehr schuld.

Seine Lippen, jedes Mal wenn ich sie berührte war ich nicht da, nur noch er und ich alles war weg alles verflog, alles blieb stehen und jedes Mal wenn er mich mein Mädchen nannte war jeder egal es war er, der einzige. Und ich war schuld ihn verletzt zu haben ich war schuld, obwohl ich alles getan habe.Obwohl ich plötzlich statt schwarz Weiß sah und mich täuschen ließ.

Ich war schuld an seinem Schmerz an seinem Leiden an seinem Kummer. An sein eigenes schwarzes Gefängnis was er sich baute, an seine zweiteilige Stimme, die sich entscheiden konnte, was er tut. An seiner Kraftlosigkeit, sein Aufgeben und ich lüge nicht wenn ich sage das diese Zeile in Tränen geschrieben worden ist. In Angst, in Wut, die mittlerweile in mich verwickelt war, weil ich die verdammte Schuld so schwer und immer Atem entziehender in meinem Herzen spürte, aber nein ich war schuld.

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Loveee

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